Das Waldviertel eingekocht! 

Schätze der Natur gemeinsam nutzen


Kleinregion Waldviertler StadtLand

In den letzten Jahrzehnten wurden die früher im privaten Haushalt hergestellten Lebensmittelprodukte immer mehr von industriell produzierten Waren ersetzt. Das heißt Säfte, Marmeladen, Gewürze, etc. werden auch in ländlichen Regionen heute fast ausschließlich in den Supermärkten der großen Handelskonzerne gekauft. Das wirkt sich negativ auf die lokale Wertschöpfung aus und lässt materielle (z.B. nicht geerntetes Obst) und geistige Ressourcen (traditionelles Wissen) ungenutzt.

Nun zeigt sich in den modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften jedoch schon ein deutlicher Gegentrend hin zu regionalen Produkten und zum (wieder) selbst-Herstellen von Lebensmitteln.

Die Initiative „Das Waldviertel eingekocht! – Schätze der Natur gemeinsam nutzen“ will Menschen in der Region im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten zu diesem Thema zusammenbringen. Dabei können ältere Menschen ihre lebenslange Erfahrung und über Generationen gereiftes Wissen einbringen und an jüngere Menschen weitergeben. Das Projekt bietet aber auch jungen Menschen aus der Region ein „Experimentierfeld“ an, - wie die Internetforen und Blogs zeigen, ist das kreative Veredeln von Lebensmitteln auch bei der Jugend voll im Trend. Das Angebot ist auf die lokale Bevölkerung ausgerichtet und schafft eine sozial nachhaltige sinnvolle, attraktive regionale Freizeitbeschäftigung, in der regionales Lernen aktiv stattfindet. Zu den erwünschten Nebeneffekten zählen die Reduzierung des regionalen Kaufkraftabflusses und das Finden von touristisch verwertbaren Angeboten, die in einem weiteren Projektschritt entwickelt werden könnten. Die im Projekt entwickelten Tools und Aktivitäten sollen über das Projektende hinaus gemeinschaftlich genutzt bzw. weitergeführt werden.

Die Initiative setzt auf bestehende Angebote auf (z.B.: Kurse der Landwirtschaftskammern, Ortsbäuerinnen, u.ä.) ergänzt und unterstützt diese. Kooperation und Vernetzung sind in diesem Projekt wesentliche Strategien. Alle Angebote – die vorhandenen und die im Rahmen des Projektes neu geschaffen – werden gemeinsam beworben.

Das Projekt trägt zu den folgenden in der Lokalen Entwicklungsstrategie der LAG Waldviertler Grenzland verankerten Zielen bei:

Regionales Lernen:
  • Aufbau eines Wissenspools zum Thema ökologische, regionale Lebensmittelverarbeitung
  • Bewusstmachen und Sensibilisierung der regionalen Bevölkerung für das Thema Verarbeitung und Veredelung regionaler Lebensmittel
  • Wissensvermittlung an jüngere Generationen

Soziale Nachhaltigkeit:

  • Stärkung der regionalen Identität und des lokalen Selbstbewusstseins
  • Stärkung des sozialen Zusammenhalts durch gemeinsames Tun und Erfahrungsaustausch
  • Erhöhung und Bewusstmachung der Qualität des Lebens in ländlicher Umgebung.

Ökologische Nachhaltigkeit:

  • Nutzung, Verwertung und Veredelung regional vorhandener Lebensmittel




Das Waldviertel eingekocht!

Projektträger: Kleinregion Waldviertler StatLand

Gesamtprojektvolumen:    89.160,94

Fördersatz: 80%

Fördermittel:     71.328,75

Gemeinwohl der Bevölkerung -  Regionales Lernen (AF3-3)